und mit ihm für viele von uns eine Zeit, in der der Alltag etwas ruhiger wird. Die Ferien beginnen, Koffer werden gepackt, Kinder freuen sich auf freie Tage, und auch diejenigen, die zu Hause bleiben, genießen hoffentlich einige schöne Stunden im Garten, zwischen Wald und Hohenkarpfen oder bei einem zwanglosen Hock mit der Nachbarschaft.
Hausen ist, insbesondere derzeit, eher knapp an finanziellen Mitteln, dafür besitzen wir etwas, das sich nicht in Zahlen ausdrücken lässt: Ein lebendiges Miteinander, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und viel Herz. Man kennt sich, man grüßt einander und viele sind zur Stelle, wenn Unterstützung gebraucht wird. Gerade in einer Zeit, in der die Welt unsicherer, unüberschaubarer, komplizierter und teurer wird, ist dieser Zusammenhalt ein wichtiges Gut, das wir nicht verlieren sollten.
Dank an alle, die unsere Gemeinde tragen
Auch diesmal möchte ich wieder die Sommerzeit nutzen, um von Herzen Danke zu sagen. Mein Dank gilt den Mitgliedern des Gemeinderats, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung, des Kindergartens, dem Bauhof sowie allen, die zuverlässig dafür sorgen, dass unser Ort funktioniert und lebenswert bleibt. Dazu gehören auch besonders unsere vielen ehrenamtlich Engagierten: den Vereinen, den Kameraden der Feuerwehr, den Mitarbeitern der Kirche, sowie allen Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Zeit, ihre Ideen und ihre Kraft für die Gemeinde und damit anderen zur Verfügung stellen. Ob bei Festen, Übungen, Arbeitseinsätzen, bei Besuchen oder durch stille Hilfe im Hintergrund – dieses Engagement ist so wertvoll, auch wenn es nicht immer öffentlich stattfindet.
Mein Dank geht auch unsere Landwirte, Jäger und die örtlichen Betriebe. Sie prägen unseren Ort, sichern Arbeitsplätze, pflegen in höchst naturverträglicher Weise unsere Kulturlandschaft und leisten täglich einen wichtigen Beitrag dafür, dass Hausen so lebenswert ist und bleibt, wie wir es kennen.
Unsere Kinder im Mittelpunkt
Ein besonders herzlicher Gruß gilt den Kindern unserer Grundschule und unseres Kindergartens. Hinter euch liegt ein ereignisreiches Jahr, in dem ihr viel gelernt, Neues entdeckt und gemeinsam erlebt habt. Nun habt ihr euch die Ferien verdient. Ich wünsche euch unbeschwerte Tage, viele Abenteuer, Zeit zum Spielen und schöne Erlebnisse mit euren Familien und Freunden.
Den Kindern, die den Kindergarten verlassen und bald eingeschult werden, wünsche ich einen guten Start in diesen neuen Lebensabschnitt. Den Schülerinnen und Schülern, die nach der Grundschule auf eine weiterführende Schule wechseln, wünsche ich Mut, Neugier und viel Erfolg. Geht euren Weg mit Freude und Vertrauen – und vergesst bitte nicht: Hausen bleibt eure Heimat.
Mein herzlicher Dank gilt den Erzieherinnen und Erziehern, den Lehrkräften, Betreuungskräften, Elternvertretungen und allen, die unsere Kinder mit großem Einsatz begleiten. Aus meiner persönlichen Erfahrung weiß ich: Gerade in Gemeinden wie Hausen sind Kindergarten und Grundschule weit mehr als Einrichtungen: Hier entstehen Freundschaften, die ein ganzes Leben lang halten können. Sie sind Orte der Begegnung, des Lernens und des gemeinsamen Lebens. Ihr Erhalt und ihre Entwicklung sind aufwendige Aufgaben und bleiben für uns ein zentrales Anliegen.
Mit Augenmaß in die Zukunft
Leider haben sich speziell im aktuellen Jahr unsere finanziellen Möglichkeiten aufgrund unvorhergesehener und nicht beeinflussbarer hoher Ausgaben deutlich weiter verkleinert. Einige zugesagte Wünsche können nicht mehr sofort erfüllt und nicht jedes geplante Vorhaben sofort umgesetzt werden. Wir müssen sorgfältig abwägen, Prioritäten setzen und verantwortungsvoll mit den vorhandenen Mitteln umgehen. Das ist nicht immer einfach und verlangt bisweilen viel Kraft,Geduld und Verständnis.
Dennoch wollen wir mit der Sanierung unserer Altlasten weitermachen, unsere Gemeinde Schritt für Schritt weiterentwickeln. Dabei geht es nicht um große Prestigeprojekte, sondern um das, was im Alltag wirklich zählt: eine verlässliche Infrastruktur, sichere Wege, funktionierende öffentliche Einrichtungen, ein gepflegtes Ortsbild sowie im Rahmen der Möglichkeiten gute Bedingungen für Familien, ältere Menschen und Vereine.
Auch künftig werden wir weiter nach Fördermöglichkeiten suchen und dort investieren, wo es notwendig und langfristig sinnvoll ist. Für das kommende Jahr haben wir den Schwerpunkt „Verenahalle“ gesetzt, im Wissen, dass auch Wasserversorgung und Straßenzustand erhebliche Investitionen erfordern werden. Entscheidend wird sein, dass wir gemeinsam tragfähige Lösungen finden, die zu unserer Gemeinde passen, zweckmäßig, nachhaltig und finanzierbar sind.
Ein Blick auf das Jahr seit dem letzten Sommer
In der Gemeinde hat sich im letzten Jahr einiges getan, einiges Sichtbare und einiges eher im Hintergrund. Wir haben seit Oktober mit Alexander Schorzmann einen neuen Bauhofleiter, wie man ihn sich nur wünschen kann. Mit seinem Elan hat er neuen Schwung in unsere Infrastruktur gebracht, neue Konzepte etabliert, viel Zeit und Arbeit auf dem Friedhof und bei unseren Quellen verbracht. Nach Weihnachtsmarkt und Winterdienst hat der Bauhof sich, neben den normalen täglichen Aufgaben, beim Umbau im Hölderlinweg und bei der Sanierung des Postbrunnens engagiert, bei Problemen im Dorfladen und in der Flüchtlingsunterkunft unterstützt und das ganze Bauhof- Gebäude neu auf Vordermann gebracht. Inzwischen sind wir auch in der Lage kleinere Sanierungsmaßnahmen an unserem Straßenbelag selbst durchzuführen. Auch im Bereich Straßenmarkierungen war der Bauhof tätig. Die Ergebnisse können sich wahrlich überall sehen lassen.
Wir haben es dann mit Verwaltung und Gemeinderat doch auch geschafft, alle noch leerstehenden Gemeinderäume/Gebäude erfolgreich und mehr oder weniger mindestens kostendeckend einer neuen Aufgabe zuzuführen. Das DRK hat die neuen Räume im Hölderlinweg bezogen und damit die Räume frei gemacht, die wir für die Grundschulbetreuung dringend brauchen. Es ist uns gelungen, einen Mieter für die KSK-Räume im Rathaus zu finden, wir konnten dann auch den verbleibenden Teil des Hölderlinwegs nach längerer Abstimmungsphase an das evangelische Jugendwerk längerfristig vermieten.
Der größte, auch weil für mich eher unerwartete Erfolg, ist aber die Vermietung und Wiedereröffnung unseres Dorfladens nach sehr langem Leerstand, Wir haben uns hier mit der Fa.Storz echt ein Stück Lebensqualität in den Ort zurückgeholt. Ein Dank geht an alle die sich in diesen Themen engagiert, Ideen eingebracht, nicht aufgegeben und am Ende auch der einen oder anderen Finanzierung zugestimmt haben. Wir haben nachhaltige und gute Lösungen für die Zukunft geschaffen.
Ein Sorgenkind bleibt unsere Eigenwasserversorgung. Diese ist in tadellosem Zustand. Die Auflagen und Vorschriften wurden in den vergangenen Jahren durch Verordnungen aus EU und Bund allerdings kontinuierlich gesteigert, alles zur Gesundheit und zum Wohl des Bürgers, alles allerdings auch zu Kosten, vielfach im sechsstelligen Bereich, die nachdenklich machen. Am Ende spielt es keine Rolle, ob es bei der Gemeinde hängen bleibt oder über den Wasserpreis umgelegt wird. Bezahlen müssen wir alle.
Aktuell sind wir in den letzten Zügen des Umbaus im hinteren Teil unserer Verenahalle. Hier schaffen wir aus den ehemaligen Räumen des DRK zwei neue Betreuungsräume und einen Lagerraum für die Betreuung unsere Grundschüler. Nach grundlegender Sanierung mit neuen Sanitärräumen, Böden, Decken, Fenstern und Türen sowie neu beschafften Möbeln und pädagogischen Hilfsmitteln schaffen wir hier eine zeitgemäße Umgebung für die neue gesetzliche Verpflichtung zur Grundschul-Betreuung. Von dem hier eingesetzten Mitteln in Höhe von ca. 150.000 € konnten wir für ungefähr die Hälfte Landes- und Bundeszuschüsse erhalten. Im Zuge dieser Baumaßnahmen haben wir auch bereits im eigentlichen Bereich Sporthalle, bei den Umkleidekabinen mit weiterer Sanierung begonnen. Wasserleitungen wurden neu verlegt, die seit Jahren ungenutzten Lehrerduschen wurden umgebaut und einer neuen Verwendung zugeführt. All dies bereits im Vorgriff auf die für die nächsten Jahre bereits abgeschätzten Aufwendungen für die weitere Sanierung der Halle.
Zwischenzeitlich konnten wir auch einen weiteren Zuschuss in Höhe von 40.000 € zur Sanierung des „Hofsträssles“ im Bereich Hofgut erhalten. Hier diskutieren wir derzeit mit dem Hofgut über eine Vereinbarung zur Abstimmung der nächsten Schritte.
Ende letzten Jahres wurden dann, jetzt knapp fünf Jahre nach Ende der Baumaßnahmen, endlich die Veranlagungsbescheide für das Baugebiet Bühlstrasse verschickt. Da es sich bei diesem Baugebiet rechtlich um ein sehr schwieriges Thema handelt, dessen Anfänge bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts zurückreichen gab und gibt es leider genügend Potential für unterschiedliche Sichtweisen und damit auch rechtliche Fragen. Ich und der Gemeinderat haben uns sehr viel Zeit für die Klärung der Sachlage genommen und wenn auch mein privates Gerechtigkeitsgefühl an mancher Stelle nicht immer mit dem geltenden Recht einhergeht, mussten wir doch für die Gemeinde eine Lösung finden, welche dem geltenden Recht entspricht. Dass dies, wenn es nach Jahrzehnten zu erheblichen Nachzahlungen kommt im Einzelfall zu Ärger und Unverständnis führt ist für mich nachvollziehbar. Ich möchte mich auch hier, bei den Beteiligten ausdrücklich dafür bedanken, dass bei allen Emotionen, der Frust nie rüde bei mir abgeladen wurde, sondern die Diskussion im Ton immer sachlich geführt wurde. Das ist bei weitem nicht überall selbstverständlich. Am Ende hat das Thema im laufenden Jahr für die Gemeinde zu geplanten Einnahmen im mittleren sechsstelligen Bereich geführt. Ob diese komplett bei der Gemeinde verbleiben, wird sich nach Bearbeitung und ggfs. rechtlichen Klärung der vorliegenden Einsprüche (derzeit noch vier) ergeben.
Wo Licht ist, ist auch Schatten
Leider hat uns informativ im März, offiziell im Mai eine Nachricht erreicht, die, vor allem in der Höhe, doch eher unerwartet kam. Aufgrund einer Nachberechnung des Finanzamts wurde die Gemeinde verpflichtet, kurzfristig einen erheblichen Teil der Gewerbesteuervorauszahlungen der Jahre 2022-2025 wieder zurück zu zahlen. Die aufgelaufene Summe von ca. 1.3 Mio Euro hat unseren Haushalt deutlich über seine Grenzen geführt. Sie wird nicht nur im aktuellen, sondern auch im kommenden Jahr zum einen die Handlungsfähigkeit deutlich einschränken, als auch zu weiteren Kreditaufnahmen im sechsstelligen Bereich führen. Verwaltung und Gemeinderat haben sich intensiv mit Ursache und Wirkung der Situation auseinandergesetzt, sehen aber, auch in Zusammenarbeit mit der Finanzverwaltung der VG in Spaichingen keine Möglichkeit, der Rückzahlung rechtlich zu widersprechen. Dies wurde auch mit der Kommunalaufsicht in Tuttlingen abgeklärt. Als erste mittelbare Folge mussten wir nun die eigentlich geplante Erhöhung der Betreuungszeit im Kindergarten von 30 auf 35 Stunden / Woche bis auf weiteres absagen, weil die zusätzlich erforderlichen Finanzmittel direkt in eine weitere Kreditaufnahme eingeflossen wären. Das Thema Finanzen wird nicht nur uns, wie derzeit auch fast täglich aus den Medien zu entnehmen ist, die nächsten Jahre weiter erheblich beschäftigen.
Gute Nachrichten auch aus dem kirchlichen Bereich
Sehr Erfreuliches ist dagegen von unserer evangelischen Kirche zu berichten. Wir freuen uns sehr, dass unsere, für fast zwei Jahre vakante Pfarrstelle im Ort wieder besetzt werden konnte und im Pfarrhaus wieder Licht brennt. Ein weiteres Gebäude, das jetzt wieder bewohnt wird. Im Mai durfte ich im Rahmen eines Gottesdienstes unsere neue Pfarrerin Fr.Weiss und ihren Ehemann herzlich in Hausen willkommen heißen. Wie wir mittlerweile erlebt haben, ist Fr.Weiss eine Pfarrerin, die unser Gemeinwesen fachkundig, engagiert und mit viel Herz begleiten wird, die oft und überall sichtbar ist. Wir sind sehr dankbar dafür und freuen uns auf eine weitere lebendige Zusammenarbeit, die seelsorgerische Fürsorge, kulturelle Impulse und gesellschaftliches Miteinander stärkt.
Bitte um Rücksicht in der Sommerzeit
Der Sommer lädt dazu ein, draußen zusammenzukommen und das Leben im Freien zu genießen. Das eine oder andere dadurch entstehende Thema kommt auch auf dem Rathaus an. Deshalb bitte ich Sie um gegenseitige Rücksichtnahme. Nicht alle Menschen haben Ferien; manche arbeiten im Schichtdienst, sind krank oder benötigen besondere Ruhe. Ein freundliches Gespräch und etwas Verständnis helfen hier meist mehr als Ärger. Bitte denken Sie bei Hitze auch an ältere, alleinlebende oder gesundheitlich belastete Menschen in der Nachbarschaft. Kurze Besuche, ein Anruf oder Achtsamkeit, wenn etwas benötigt wird war früher selbstverständlich und wir sollten von dieser Tradition nicht abrücken. Achten wir ebenso auf einen verantwortungsvollen Umgang mit unserem Trinkwasser, aber auch das Wasser in unsere Brunnen ist für alle Bürger da. Bitte beachten Sie, dass eine Entnahme nur in haushaltsübliche Mengen erfolgen darf und maschinelles Abpumpen im Sinne der Allgemeinheit unterbleiben soll. Wir alle haben die letzte Hitzewelle erlebt. Bitte beachten Sie die erhöhte Wald- und Flächenbrandgefahr. Werfen Sie keine Zigaretten weg, entzünden Sie bei Verbot oder an ungeeigneten Stellen kein Feuer und melden Sie uns verdächtige Rauchentwicklungen umgehend.
Unsere Landwirte befinden sich in den Sommermonaten vielfach mitten in der Ernte. Daher sind auch frühmorgendliche, späte oder wetterbedingt kurzfristige Arbeiten nicht immer vermeidbar. Ich bitte hierfür um Verständnis. Halten Sie unsere Feld- und Wirtschaftswege frei und führen Sie Hunde in der Nähe von Weidetieren sowie auf landwirtschaftlich genutzten Flächen verantwortungsbewusst an der Leine.
Genießen wir, was Hausen ausmacht
Man muss nicht weit reisen, um schöne Sommertage zu erleben. Unsere Landschaft, unser Wald, der Hohenkarpfen, die Wald- und Feldwege rund um den Ort und die vielen Bänkle bieten Gelegenheit zur Erholung. Nutzen Sie die örtlichen Angebote, besuchen Sie unsere Veranstaltungen, unser Kinderferienprogramm und unterstützen Sie unsere Vereine, Gaststätten und den Dorfladen. Jeder Einkauf und jeder Besuch vor Ort, trägt dazu bei, Angebote in unserer Gemeinde zu erhalten.
Allen, die verreisen, wünsche ich erholsame und erlebnisreiche Tage sowie eine gesunde Heimkehr. Allen, die ihren Urlaub zu Hause verbringen, wünsche ich Zeit für die Familie, für Freunde und für die Dinge, die im Alltag oft zu kurz kommen. Denjenigen, die in diesen Wochen arbeiten oder für andere im Einsatz sind – etwa in Pflege, Rettungsdienst, Landwirtschaft, Feuerwehr, Betreuung, Versorgung und vielen weiteren Bereichen –, gilt mein besonderer Dank. Ich selbst werde meinen Urlaub erst Anfang September antreten. Auch wenn wir personalbedingt die Öffnungszeiten im Rathaus im August etwas einschränken arbeite ich normal auf dem Rathaus und bin für Termine und Gespräche bei Bedarf erreichbar.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
unsere Gemeinde lebt nicht von großen Zahlen, sondern von den Menschen, die hier wohnen. Von ihrer Verbundenheit, ihrer Tatkraft und ihrem Blick füreinander. Bewahren wir uns diese Herzlichkeit. Gehen wir offen aufeinander zu und helfen wir mit, dass unser Ort auch künftig eine lebenswerte Heimat für Jung und Alt bleibt.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien einen schönen, sonnigen und erholsamen Sommer, den Kindern und Jugendlichen fröhliche Ferien und uns allen viele gute Begegnungen. Bleiben Sie gesund und kommen Sie wohlbehalten durch die Sommerzeit!
Herzliche Grüße aus dem Rathaus,
Ihr / Euer
Wolfgang Klaiber
Bürgermeister